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	<title>Divergent Gefragt</title>
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	<title>Divergent Gefragt</title>
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		<title>Nicht aufgeben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Lefèvre]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2026 17:10:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal wird man in so einem Gremium eingeladenund denkt sich: Okay. Hier passiert gerade wirklich etwas.Jetzt ist ein besonderer Moment. Genieße. Wertschätzung. Offenheit. Fachlichkeit. Kein Abwehrmodus.Kein „Das haben wir schon immer so gemacht“. Und ja – das war letzte Woche so.Ein richtig guter Austausch.Produktiv. Respektvoll. Ernsthaft interessiert. Und als ich sage: Es reicht nicht.Werden Vorschläge gemacht. Am Ende läuft alles&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Manchmal wird man in so einem Gremium eingeladen<br>und denkt sich:</p>



<p>Okay. Hier passiert gerade wirklich etwas.<br>Jetzt ist ein besonderer Moment. Genieße.</p>



<p>Wertschätzung. Offenheit. Fachlichkeit. Kein Abwehrmodus.<br>Kein „Das haben wir schon immer so gemacht“.</p>



<p>Und ja – das war letzte Woche so.<br>Ein richtig guter Austausch.<br>Produktiv. Respektvoll. Ernsthaft interessiert.</p>



<p>Und als ich sage: Es reicht nicht.<br>Werden Vorschläge gemacht. </p>



<p>Am Ende läuft alles auf einen Punkt hinaus:<br>Wir müssen Gesetze verändern.</p>



<p>Barrierfreiheit ist kein solidarischer Akt. <br>Klingt so, aber laut Gesetz eben nicht. </p>



<p>Gesetze.<br>Das Behindertengleichstellungsgesetz wird umgesetzt,<br>als wäre es in sich logisch, vollständig und fair austariert.</p>



<p>Ist es aber nicht.<br><strong>Bauliche Barrieren?<br></strong>Genormt. Definiert. Messbar.<br><strong>Taktile Barrieren?<br></strong>Benannt. Standardisiert. Prüffähig.<br><strong>Und invisilbe Barrieren?</strong></p>



<p>Chemische.<br>Sensorische.<br>Kommunikative.<br>Soziale.</p>



<p>Nicht systematisch gelistet.<br>Nicht strukturell normiert.<br>Nicht als eigenes Barrierekonzept verankert.<br><br>Alle Menschen mit Behinderungen müssen gleich bewertet werden. <br>Und das hört sich jetzt nach einem Klassenkampf an, ist es aber nicht. <br>Rampen und Leitsystem müssen sein, aber auch diese Menschen, die dies <br>brauchen haben eine überhöhte Wahrscheinlichkeit für Trauma, Depression. </p>



<p>Stattdessen argumentieren wir über einzelne Diagnosen.<br>„Seelische Gesundheit.“<br>„Kognitive Beeinträchtigung.“<br>„Autismus.“<br>„Demenz.“</p>



<p>Aber Barrieren sind kein Diagnoseproblem.<br>Sie sind ein Strukturproblem.</p>



<p>Und genau da darf Gesetzgebung nicht unscharf werden.<br>Also habe ich das getan,<br>was ich in solchen Momenten tue:</p>



<p>Hyperfokus.</p>



<p>Ich bin versunken.<br>In Paragraphen.<br>In Begründungen.<br>In systematischen Ansätzen.<br>In Lösungen.</p>



<p>Und in meinem Kopf klingt das alles glasklar.<br>Stringent. Logisch. Juristisch sauber.</p>



<p>Nur:<br>Ich muss an diese eine Person, die es versteht.<br>Prüft und nicht weiterswipt. </p>



<p>Aber ich habe gelernt:<br>Man sucht so lange,<br>bis man diese Person vor sich hat.</p>



<p>Und vielleicht<br>war ich diesmal an der richtigen Adresse.</p>



<p>Und vielleicht ist genau jetzt der Moment,<br>an dem wir aufhören,<br>über Diagnosen zu sprechen –<br>und anfangen,<br>über Barrieren zu normieren.</p>



<p>Wer weiß.<br>Hier geht’s zu unserem Positionspapier zum BGG:</p>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://www.divergent-gefragt.de/wp-content/uploads/2026/02/Positionspapier-BGG-.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Positionspapier - BGG-."></object><a id="wp-block-file--media-a42543ab-181d-4da0-96a3-1b9cbe69c0a1" href="https://www.divergent-gefragt.de/wp-content/uploads/2026/02/Positionspapier-BGG-.pdf">Positionspapier &#8211; BGG-</a><a href="https://www.divergent-gefragt.de/wp-content/uploads/2026/02/Positionspapier-BGG-.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-a42543ab-181d-4da0-96a3-1b9cbe69c0a1">Herunterladen</a></div>
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		<title>Donnerstag ist Suizidpräventionstag.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Lefèvre]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 11:22:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute erzähle ich mal von unseren leisen Erfolgen. Donnerstage sind für mich Suizldpräventions-Tag. An Donnerstagen denke ich bewusst über Risiken, Strukturen und Studien nach. Nicht abstrakt. Sondern sehr konkret. Ich bin Sprecherin der NaSPro AG Neurodivergenz &#38; neurologische Vielfalt. Gemeinsam mit unserem Verein gemeinsam zusammen e.V. und dem Projekt Stille Stunde sind wir Mitglied in der Allianz zur Suizidprävention. Ich&#8230;]]></description>
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<div class="x-resp-embed x-is-video x-is-youtube"><iframe title="Donnerstag ist mein SuI- Zid- Präventions-Tag!" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/BeoW23OeO44?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<p>Heute erzähle ich mal von unseren leisen Erfolgen. </p>



<p>Donnerstage sind für mich Suizldpräventions-Tag. An Donnerstagen denke ich bewusst über Risiken, Strukturen und Studien nach. Nicht abstrakt. Sondern sehr konkret. </p>



<p>Ich bin Sprecherin der NaSPro AG Neurodivergenz &amp; neurologische Vielfalt. Gemeinsam mit unserem Verein gemeinsam zusammen e.V. und dem Projekt Stille Stunde sind wir Mitglied in der Allianz zur Suizidprävention. Ich hatte die Ehre, diese AG mitzugründen. </p>



<p>Dort setzen wir uns im kleinen Team für eine besonders vulnerable Gruppe ein: Neurodivergenz und neurologische Vielfalt – eine Gruppe mit deutlich erhöhter Frühsterblichkeit. Wir sprechen über Menschen mit Autismus, ADHS, FASD, ME/CFS und kognitiven Beeinträchtigungen. Nicht, weil sie „psychisch instabil“ sind. Sondern weil sich Belastung kumuliert. </p>



<p>Es ist nicht der Spaziergang. <br>Es ist nicht der Supermarkt. <br>Nicht die Veranstaltung. <br>Nicht der Arbeitstag. <br>Nicht der Konflikt. <br><br>Es sind die vielen kleinen Alltagshürden. Jeden Tag. Immer wieder. Und irgendwann kippt Überforderung in Rückzug. Rückzug in Isolation. Isolation in Lebensmüdigkeit. Was diese Gruppen verbindet: Sie werden oft nicht gesehen. Nicht ernst genommen. Ihre Symptome sind niederschwellig – und genau deshalb gefährlich. <br><br>Denn zu oft heißt es: Reiß dich zusammen. Viele können das nicht. Und das ist kein persönliches Versagen. Das ist keine Erschöpfung. Das ist keine Müdigkeit. Das ist eine schwere körperliche Überforderung – bis hin zu massiven organischen Einschränkungen. Deshalb arbeite ich gerade – trotz eigener Erschöpfung – an einem Projekt, das mir Energie gibt: einer Lernplattform zur Sensibilisierung für unterschiedliche Themen der Suizidprävention. <br><br>Um genau diese Zusammenhänge verständlich zu machen. Um Wissen verfügbar zu machen. Und um Leben zu schützen. Dieses Thema ist schwer. Aber es ist notwendig. Und es verdient Aufmerksamkeit – nicht erst, wenn es zu spät ist. <br><br>Bildbeschreibung: Ich sitze vor einer grünen Wand. Ich trage einen braunen Pullover, braune Ohrringe, die Haare zu einem Dutt gebunden. Der Fokus liegt auf dem gesprochenen Inhalt, nicht auf visuellen Effekten.</p>



<p></p>



<p> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/suizidpr%C3%A4vention">#Suizidprävention</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/neurodivergenz">#Neurodivergenz</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/mecfs">#MEcfs</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/longcovid">#LongCovid</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/adhs">#ADHS</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/autismus">#Autismus</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/fasd">#FASD</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/nichtsichtbarebehinderungen">#nichtsichtbareBehinderungen</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/invisiblebarrieren">#invisibleBarrieren</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/naspro">#naspro</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vorschläge zum Gleichstellungsgesetzt</title>
		<link>https://www.divergent-gefragt.de/vorschlaege-zum-gleichstellungsgesetzt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Lefèvre]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2025 16:50:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Rebecca Lefèvre. Ich bin eine behinderte Frau, Autistin mit ADHS und Mastozytose. Seit mehreren Jahren setze ich mich für die Sichtbarkeit von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen ein – nicht aus persönlichem Ehrgeiz, sondern aus Notwendigkeit. Ich hätte mir gewünscht, diesen Weg nicht gehen zu müssen. Doch es gibt derzeit keine Alternative.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Sehr geehrte Damen und Herren,</strong></p>



<p>mein Name ist Rebecca Lefèvre. Ich bin eine behinderte Frau, Autistin mit ADHS und Mastozytose.</p>



<p>Seit mehreren Jahren setze ich mich für die Sichtbarkeit von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen ein – nicht aus persönlichem Ehrgeiz, sondern aus Notwendigkeit.</p>



<p>Ich hätte mir gewünscht, diesen Weg nicht gehen zu müssen. Doch es gibt derzeit keine Alternative.</p>



<p>Ich habe mit meinem Team hunderte Vorträge gehalten, unzählige Gespräche geführt und Tag und Nacht analysiert, welche strukturellen Muster fehlen und warum bestehende Regelungen Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen nicht erreichen. Dieses intensive, nicht abschaltbare Denken ist Teil meiner Behinderung – und zugleich der Grund, warum ich die bestehenden Lücken so klar sehe.</p>



<p>Ich würde politische Prozesse gern beratend begleiten. Dafür bräuchte es jedoch Strukturen, die invisible Barrieren und die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen systematisch wahrnehmen und einbeziehen. Diese Strukturen existieren derzeit nicht ausreichend.</p>



<p>Ich habe Überforderung, Suizid und Aufgabe erlebt – persönlich und in meinem Umfeld. Letztendlich durch unendliche schreckliche Studien die ich durch meine Arbeit in der Nationalen Suizidprävention voranbringe. Zu viel, um einfach aufhören zu können. Deshalb bitte ich Sie eindringlich, eine Reform für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen auf den Weg zu bringen. Ziel muss es sein, dass Betroffene sich um sich selbst, ihre Kinder und ihre Angehörigen kümmern können – und nicht dauerhaft kämpfen müssen, um überhaupt gesehen zu werden.</p>



<p>Als Autistin erkenne ich Muster, die nicht immer sofort verständlich sind. Meine Kommunikation ist mitunter sehr direkt, manchmal impulsiv, dann wieder strategisch. Ich verstelle mich inzwischen dabei bewusst nicht. Ich halte es für notwendig, dass Institutionen lernen, mit neurodivergenter Kommunikation umzugehen – denn mit Wissen und Verständnis ist dies nicht nur möglich, sondern bereichernd.</p>



<p>Ich habe meine Überlegungen strukturiert zusammengetragen und anschließend mithilfe von KI prüfen lassen, ob diese juristisch nachvollziehbar sind und ob es rechtliche Anknüpfungspunkte gibt.</p>



<p>Ich bin keine Juristin und habe kein Studium absolviert. Ich sehe Muster, Widersprüche und Leerstellen. Auf dieser Grundlage gehe ich davon aus, dass die derzeitige Novelle den eigenen gesetzlichen und menschenrechtlichen Ansprüchen nicht vollständig gerecht wird, und hoffe daher auf eine ernsthafte Überarbeitung.</p>



<p>Mit freundlichen Grüßen</p>



<p>Rebecca Lefèvre</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://www.divergent-gefragt.de/wp-content/uploads/2025/12/Stellungnahme-Paragrafen-Rebecca-Lefevre.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Stellungnahme Paragrafen Rebecca Lefèvre."></object><a id="wp-block-file--media-4b98932d-9028-43c1-ab1a-e8693678a79c" href="https://www.divergent-gefragt.de/wp-content/uploads/2025/12/Stellungnahme-Paragrafen-Rebecca-Lefevre.pdf">Stellungnahme Paragrafen Rebecca Lefèvre</a><a href="https://www.divergent-gefragt.de/wp-content/uploads/2025/12/Stellungnahme-Paragrafen-Rebecca-Lefevre.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-4b98932d-9028-43c1-ab1a-e8693678a79c">Herunterladen</a></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme zur Struktur vom BGG</title>
		<link>https://www.divergent-gefragt.de/stellungnahme-zum-behindertengleichstellungsgesetzt-bgg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Lefèvre]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2025 16:59:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[1. Explizite Bennennung invisibler, also sensorischer, sozialer und erweiterter kommunikativer Barrieren

2. Bundeskompetenzzentrum für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen mit eigenständiger Budgetierung (inklusive Gebärdensprache/Leichte Sprache). Da Kontaktpersonen, wie auch Behörden aktuell keine Leitfäden oder klare Positionen haben. Gebärdensprache und leichte Sprache sind nur ein Teil der bisher vernachlässigten Aspekte. 

3. Erfüllungsaufwand neu kalkulieren – kostenneutrale Unterlassung ist keine Option unter der UN-BRK]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Das Behindertengleichstellungsgesetzt</strong></p>



<p>Ach, was war meine Impulsregulation gestört, als ich begann das BGG zu lesen. So schade, so viel Arbeit verpufft, dachte ich. Aber dann, dann muss man akzeptieren und weitermachen. Für jemanden, der es braucht. Nach meinen Vorträgen kommen immer Menschen, die weinen und dankbar sind oder verzweifelt. Ich musste so viel Leid erleben in den letzten zwei Jahren im Umfeld und in den Gesprächen. Es braucht Zeit für Strukturen. Ich werde einfach weiter reden und erklären und fordern und schauen, was passiert.</p>



<p>Die Bundesschülervertretung erklärt eindeutig, dass die Teilhabe in Schulen nicht strukturell gefährtdet ist. Suizid ist bei Jugendlichen Todesursache Nr. 1; psychische Gesundheit der häufigste Grund für Klinikaufenthalte. 41 % der Frühberentungen weisen darauf hin, dass die Teilhabe in der Arbeitswelt aufgrund psychischer Belastungen nicht strukturell gewährleistet ist. Deutschland hat die Chance, Prävention, Gesundheit und Barrierefreiheit neu zu definieren und damit Leid zu verhindern. Die Novelle bleibt leider hinter dem Auftrag für die Bürgerinnen und Bürger mit nicht sichtbaren Behinderungen zurück.</p>



<p>Hier meine Stellungnahme zum Intro und Budgetierung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG).&nbsp;<br>Für die detaillierte Stellungnahme benötige ich mehr Zeit, als die eingeräumte Möglichkeit für Analyse. Allerdings hoffe, ich, dass die Fakten und Rückmeldungen bereits dazu führen, dass es sichtbare Veränderungen geben.&nbsp;</p>



<p>Die Novelle verbessert das BGG für sichtbare Behinderungen, berücksichtigt aber strukturell nicht die Mehrheit der Menschen mit Behinderungen in Deutschland: 70–75 % aller Menschen mit Behinderungen (9–10 Millionen Menschen) leben mit nicht sichtbaren Behinderungen – Neurodiversität, neurologische, psychische und chronische Erkrankungen.</p>



<p><strong>Die zentrale Erkenntnis:</strong></p>



<p><strong>Das&nbsp; Problem:</strong></p>



<p>Invisible Barrieren – sensorische, soziale und erweiterte kommunikative Barrieren – sind in Erklärung, Lösung und Gesetzgebung und auch in der Komplexität nicht in den Maßnahmen benannt.</p>



<p><strong>Die juristische Konsequenz:</strong></p>



<p>Was nicht im Gesetz benannt ist, kann nicht eingeklagt werden:</p>



<p>* Keine einklagbare Rechtsposition für 70–75 % der Menschen mit Behinderungen</p>



<p>* Fehlende Operationalisierung von &#8222;angemessenen Vorkehrungen&#8220;&nbsp;</p>



<p>* Strukturelle Unterfinanzierung</p>



<p>* Verstoß gegen UN-Behindertenrechtskonvention (UN-Ausschuss 2023)</p>



<p><strong>Die Forderung:</strong></p>



<p>1. Explizite Bennennung invisibler, also sensorischer, sozialer und erweiterter kommunikativer Barrieren</p>



<p>2. Bundeskompetenzzentrum für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen mit eigenständiger Budgetierung (inklusive Gebärdensprache/Leichte Sprache). Da Kontaktpersonen, wie auch Behörden aktuell keine Leitfäden oder klare Positionen haben. Gebärdensprache und leichte Sprache sind nur ein Teil der bisher vernachlässigten Aspekte.&nbsp;</p>



<p>3. Erfüllungsaufwand neu kalkulieren – kostenneutrale Unterlassung ist keine Option unter der UN-BRK</p>



<p><strong>Die Evidenz:</strong></p>



<p>* Nationales Suizidpräventionsprogramm (2025) fordert Abbau invisiblen Barrieren als Präventionsmaßnahme</p>



<p>* Vorsitzende des Deutschen Ethikrat bestätigt die Anfrage von Recht auf Sichtbarkeit und erklärt das Recht auf Abbau von Barrieren für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen als ebenso verpflichtend&nbsp; wie von Menschen mit sichtbaren Behinderungen.&nbsp;<br>* Bundespräsidialamt hat die Wichtigkeit vom Abbau von invisiblen Barrieren bestätigt.&nbsp;</p>



<p>* Die Tatsache, dass invisible Barrieren weniger greifbar sind als bauliche Maßnahmen, entbindet nicht von der Anerkennung.&nbsp;</p>



<p>* UN-Ausschuss kritisiert (2023): Deutschlands Barrierefreiheitsverständnis ist zu eng</p>



<p>* Fachstelle Barrierefreiheit hat uns im Vorfeld erklärt, dass für die komplexe Bearbeitung von invisiblen Barrieren zum damaligen Zeitpunkt keine Ressourcen vorhanden waren. Die Novelle und Neubewertung hätte dies korrigieren müssen.&nbsp;</p>



<p><strong>Die Realität:</strong></p>



<p>Positive Entwicklungen (reizarme Läden, neuro-inklusive Räume) entstehen unterhalb der gesetzlichen Ebene – durch Engagement, nicht durch Recht. Das ist kein tragfähiger Zustand für eine Millionenpopulation.</p>



<p><strong>Fazit</strong>: Nur wenn die Bundesregierung und die Novelle invisible Barrieren strukturell benennt, kann das BGG für ALLE Menschen mit Behinderungen funktionieren. Die aktuelle Novelle lässt die Mehrheit gesetzlich unsichtbar.</p>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://www.divergent-gefragt.de/wp-content/uploads/2025/12/Stellungnahme-Rebecca-Lefevre.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Stellungnahme Rebecca Lefèvre."></object><a id="wp-block-file--media-53f93001-bb0a-4f99-8ee8-ed47c48bc6e5" href="https://www.divergent-gefragt.de/wp-content/uploads/2025/12/Stellungnahme-Rebecca-Lefevre.pdf">Stellungnahme Rebecca Lefèvre</a><a href="https://www.divergent-gefragt.de/wp-content/uploads/2025/12/Stellungnahme-Rebecca-Lefevre.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-53f93001-bb0a-4f99-8ee8-ed47c48bc6e5">Herunterladen</a></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Systembedingte Komorbiditäten: Ein unterschätztes Problem unseres Gesundheitswesens?</title>
		<link>https://www.divergent-gefragt.de/systembedingte-komorbiditaeten-ein-unterschaetztes-problem-unseres-gesundheitswesens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2025 14:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.divergent-gefragt.de/?p=73</guid>

					<description><![CDATA[Viele Menschen entwickeln nicht nur ihre ursprüngliche Erkrankung – sie bekommen zusätzliche Krankheiten Teils durch inadäquate Versorgungsstrukturen. Was passiert: Besonders betroffen:Autismus, ADHS, ME/CFS, Post-COVID, Fibromyalgie, Hashimoto-Thyreoiditis, Endometriose, Mastzellaktivierungssyndrom, Bipolare Störung, Lupus, Vitamin-D-Mangel, Eisenmangelanämie u.v.m. Die Kosten:Jede vermeidbare Folgeerkrankung kostet uns alle – durch Krankenkassenbeiträge, Arbeitsausfälle und menschliches Leid. Was wir brauchen: Paradox: Wir geben scheinbar Unsummen für die Behandlung vermeidbarer&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Viele Menschen entwickeln nicht nur ihre ursprüngliche Erkrankung – sie bekommen zusätzliche Krankheiten Teils durch inadäquate Versorgungsstrukturen.</p>



<p><strong>Was passiert</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Jahre ohne richtige Diagnose → Depressionen und Ängste</li>



<li>Falsche Behandlungen verschlimmern den Zustand</li>



<li>Endlose Bürokratie erschöpft Patient:innen zusätzlich</li>



<li>Chronischer Stress durch Arzt-Marathon triggert weitere Erkrankungen</li>



<li>Der Bürokratie-Teufelskreis: Anträge, Widersprüche, Gutachten ohne Ende, Kräfte gehen für Papierkram drauf statt für Heilung, Familien werden zu Vollzeit-Advocaten, Wer schwer krank ist, kann sich oft nicht mehr selbst verteidigen.<br>Mehr als einmal habe ich für Familien Briefe geschrieben, anstatt das schweren Lebenssituationen, die passenden Paragrafen genannt und bewilligt wurde, was mehrfach abgelehnt wurde. Warum?</li>
</ul>



<p><strong>Besonders betroffen</strong>:<br>Autismus, ADHS, ME/CFS, Post-COVID, Fibromyalgie, Hashimoto-Thyreoiditis, Endometriose, Mastzellaktivierungssyndrom, Bipolare Störung, Lupus, Vitamin-D-Mangel, Eisenmangelanämie u.v.m.</p>



<p><strong>Die Kosten</strong>:<br>Jede vermeidbare Folgeerkrankung kostet uns alle – durch Krankenkassenbeiträge, Arbeitsausfälle und menschliches Leid.</p>



<p><strong>Was wir brauchen</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schnellere, bessere Diagnostik</li>



<li>Mehr Forschung</li>



<li>Schnellere Umsetzung der Forschungsergebnisse laut WHO</li>



<li>Weniger Bürokratie, mehr strategische Leitfäden und Behandlung</li>



<li>Ärzt:innen, die das Wissen haben, oder schnell abfragen können und zuhören statt abwiegeln</li>



<li>Früherkennung statt Reparaturbetrieb, mehr Prävention.</li>



<li>Leitfäden, Strukturen, Pläne (gibt es bei Krebs doch auch hocheffizient.)</li>
</ul>



<p><strong>Paradox</strong>: Wir geben scheinbar Unsummen für die Behandlung vermeidbarer Folgeerkrankungen aus, aber investieren zu wenig in die Strukturen, die sie verhindern könnten.</p>



<p><strong>Hinweise zu der Vermutung findet man z.B</strong>: im Barmergesundheitsreport, FoGS NRW, Bass, BarrierefreiASS</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Einladung von &#8222;Dann mach doch&#8220;</title>
		<link>https://www.divergent-gefragt.de/einladung-von-dann-mach-doch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2025 15:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hatte mich so gefreut, als ich die Einladung von Peter Kunz zu der Vernissage erhalten habe. So ein tolles Projekt, direkt um die Ecke. Ich habe gleich gesagt, dass nicht fest zusagen kann, da meine Gesundheit und solche Begebenheiten nicht so einfach zu verbinden sind. Eigentlich ging es auch nicht. Seit einem Meltdown mit Ohnmacht vor einigen Monaten habe&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich hatte mich so gefreut, als ich die Einladung von Peter Kunz zu der Vernissage erhalten habe. So ein tolles Projekt, direkt um die Ecke. Ich habe gleich gesagt, dass <a></a>nicht fest zusagen kann, da meine Gesundheit und solche Begebenheiten nicht so einfach zu verbinden sind. Eigentlich ging es auch nicht. Seit einem Meltdown mit Ohnmacht vor einigen Monaten habe ich unendliche Schmerzen in der Schulter. Tagsüber wieder eine Kortisonspritze erhalten, die meine Mastozytose mit totaler Erschöpfung und Taubheit beantwortet. Aber es war mir wichtig. Wir gingen hin. Zu viele Leute, zu kleiner Raum. Wir gehen raus und freuen uns über das Interesse für die Vernissage. Ich beruhige mich. Ich will bleiben. Medis helfen. Und ich habe es nicht bereut:</p>



<p>„Dann mach doch“ – eine Ausstellung von Menschen, für Menschen.</p>



<p>Malerei, Skulpturen, Comics, bewegtes Bild, Lesung – und Geschichten dahinter.</p>



<p>Ehrlich. Fein skizziert. Abstrakt. Sichtbar.</p>



<p>Nicht, weil man „heilen“ wollte, sondern weil Räume entstehen, in denen Kunst, Selbstwirksamkeit und Anerkennung möglich werden. (Die Studie Buckley et al. 2022 zeigt: genau das stärkt Künstler:innen mit Behinderungen – Mentoring, Austausch, Teilhabe. Nicht Therapie, sondern Resonanzräume.)</p>



<p>Ein Film erzählt von einer tollen starken Frau, die gern reist. Eine Lesung zeigt, wie morbide Metal-Lyrics voller Freude gelesen werden. Viele Bilder, zeitgenössische Kunst, Raum für Interpretation.</p>



<p>Und am Ende bleibt: Kunst macht sichtbar. Den Menschen.</p>



<p>Nicht die Behinderung. Sondern das Lachen. Die Energie. Das Lebendige.</p>



<p>„Dann mach doch“ heißt: etwas entstehen lassen, das bewegt.</p>



<p>Und die ganzen „Ja, aber …“ einfach links liegen lassen.</p>



<p>Und es gibt so viele Gründe, &#8222;Dann mach doch.&#8220; als Lebensphilosophie zu feiern.</p>



<p>Danke Peter Kunz , für diese schönen Momente. Noch anzuschauen und zu hinterfragen bis Sonntag im <a href="https://www.facebook.com/alteskalkwerk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kalkwerk e.V.</a> in Diez.</p>



<p>Und Danke, allen die da Teil von waren und Menschen wie Thorsten Rosam , der Raum dafür gibt.</p>
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		<title>Becci auf Reisen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2025 00:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Normalerweise bin ich nicht allein unterwegs. Und wenn doch, dann nur gut geplant, durchdacht, durchgesichert. Aber heute ist anders. Mein Fahrer fiel aus, es gab keine Alternative – also stieg ich in den Bus nach Wiesbaden. Ich habe schon oft darüber geschrieben. Viele haben berichtet, ich habe es bejaht – aber es ist lange her. Schon zu Beginn sitze ich&#8230;]]></description>
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<p>Normalerweise bin ich nicht allein unterwegs. Und wenn doch, dann nur gut geplant, durchdacht, durchgesichert. Aber heute ist anders. Mein Fahrer fiel aus, es gab keine Alternative – also stieg ich in den Bus nach Wiesbaden.</p>



<p>Ich habe schon oft darüber geschrieben. Viele haben berichtet, ich habe es bejaht – aber es ist lange her. Schon zu Beginn sitze ich an der Haltestelle und muss mich selbst daran erinnern: Nicht abschweifen, nicht in Gedanken versinken. Sonst verpasse ich am Ende noch den Bus. Ist schließlich schon öfter passiert – eine Stunde zu früh, zu spät, den Bus, den Zug oder sogar das Flugzeug verpasst, obwohl ich pünktlich da war.</p>



<p>Dann sehe ich den Bus – auf der anderen Straßenseite. Obwohl ich mich vorher informiert habe, dass ich richtig bin, renne ich los. Panisch. Verwirre den Fahrer. Hätte ich nur gewartet – er hätte sowieso die Seite gewechselt. Herz rast. Alles wie immer. Doch er lässt mich einsteigen. Ich setze mich auf den perfekten Platz – hinter dem Fahrer, schwarzes Plexiglas vor mir. So geht es. Es geht halt.</p>



<p>Aber dann – was ist das?</p>



<p>Ein Ton, der direkt ins Nervensystem fährt. Ohne Umwege. Als wolle er mein Gehirn perforieren, nur um eine Haltestelle anzukündigen. Schlimmer als in meiner Erinnerung. Und die war schon schlimm.</p>



<p>Jedes Mal schrecke ich zusammen. Und jedes Mal denke ich: Was um Himmels willen ist das? Dieser Ton, dieses Piepen – ein Angriff auf mein Nervenzentrum.</p>



<p>Und dann das Geräusch, wenn der Bus hält. Mein Kopf schreit: Ist das mein Ausstieg? Hab ich die Zeit verloren? Bin ich wieder zu spät oder zu früh? Natürlich habe ich mir einen Wecker gestellt – aber mein Hirn vertraut mir nicht. Vertraut auch nicht der Anzeige. Es ruft: Puff! Halt! Los jetzt! RENN!</p>



<p>So müssen sich Menschen fühlen, deren System permanent im Alarmzustand ist: Flucht – Aktion – Handlung – jetzt – sofort – sonst geht alles schief!</p>



<p>Doch jedes Mal hält der Bus einfach nur an einer Ampel. Oder an einer Kreuzung.</p>



<p>In Wiesbaden klingelt mein Wecker. Und wieder: Puff – PIEP – Angriff aufs Nervenzentrum. Mein Herz rast, mein Blutdruck steigt. Und irgendwann&#8230; bin ich wirklich da.</p>



<p>Ich sehe mich um. Bin ich wirklich angekommen? Ich prüfe. Und dann ist da Karin. Sie erleichtert mein Leben allein durch ihre Anwesenheit. Ich laufe neben mir her, lasse das Herzrasen hinter mir – und weiß: Da ist jemand, der mich versteht. Der glaubt, wenn ich sage, dass Busfahren mich Energie kostet. Dass es Kraft zieht. Dass der Rücken steif wird.</p>



<p>Und weil ich verstanden werde, ist es plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Weil das Gesehen-Werden zählt. Es ist okay.</p>



<p>Gemeinsam gehen wir zu Galeria Kaufhof, freuen uns auf den Vortrag und das Interesse der Mitarbeitenden – wir setzen ein Zeichen in Wiesbaden.</p>



<p>Auf dem Heimweg werde ich abgeholt.</p>
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		<title>Ich seh nur Bahnhof &#8211; und wie geht&#8217;s Euch auf Reisen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 May 2025 00:36:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf geht’s nach Berlin zur Familie. Wenn da nur die Neurodivergenz nicht dazwischenfunken würde. Los ging’s in Limburg. Mein Sohn fragt, ob ich nur rausgelassen werde. Mein Mann: „Nein. Lass mal schauen, dass unsere Lady auch in den Zug einsteigt.“ Ha. Ha. Ja, wir lachen über meine Verpeiltheit. Ist halt Fakt und wir arbeiten mit den Fakten. Eigentlich alles gut&#8230;]]></description>
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<p>Auf geht’s nach Berlin zur Familie. Wenn da nur die Neurodivergenz nicht dazwischenfunken würde.</p>



<p><a></a>Los ging’s in Limburg. Mein Sohn fragt, ob ich nur rausgelassen werde. Mein Mann: „Nein. Lass mal schauen, dass unsere Lady auch in den Zug einsteigt.“ Ha. Ha. Ja, wir lachen über meine Verpeiltheit. Ist halt Fakt und wir arbeiten mit den Fakten. Eigentlich alles gut geplant. Eigentlich.</p>



<p>Der Zug fährt leider nicht bis Frankfurt Hauptbahnhof, sondern endet vorher. Flughafen raus, in fünf Minuten soll am selben Gleis ein neuer kommen. Klar. Klingt einfach. Schaffe ich.</p>



<p>Ich sitze. Ich warte. Ich denke. Ich denke. Jenna. Ich denke. Familie. Ich denke. Stille Stunde.</p>



<p>Dann: Blick auf die Uhr. Shit. Shit. Shit! Der Zug müsste längst abfahren. Ich renne. Nächstes Gleis. Falsches Gleis. Ich winke nur noch.</p>



<p>Da fährt er. Und ich steh da. Klatschnass geschwitzt. Hirn im Schleudergang.</p>



<p>Tief durchatmen. Neuer Zug, neues Glück. Zum Glück habe ich extra mehr Zeit für Frankfurt eingeplant. Der Zug nach Berlin hat Verspätung. ok. Und am anderen Gleis. Diesmal check ich es. Unnnndd?? Geht doch. Kein Problem. Zugfahren kann ich. auch allein.</p>



<p>Und da sitze ich endlich, freue mich, dass alles doch noch geklappt hat – und wer sitzt ein paar Schritte weiter? Die Bundestagsabgeordnete <a href="https://www.facebook.com/ALuehrmann" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anna Lührmann</a>. Die uns schon oft begleitet hat und unser Projekt „Stille Stunde“ auf unterschiedlichste Weise unterstützt. Wie schön.</p>



<p>Ich kann leider keine Kopfhörer tragen – macht mich rasend. Ich brauche etwas zur Beruhigung, dann geht es, wenn alles gut geplant ist. Aber danach bin ich auch erstmal durch. Richtig erschöpft.</p>



<p>S-Bahn oder so geht nur – zu den Zeiten und an Orten, an denen keiner fährt.</p>



<p>Wie ist es bei euch mit Reisen?</p>
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		<title>Podcast-Zeit bei radikal &#038; reduziert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2025 10:30:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielen Dank lieber Martin Drohsel für die Einladung und das sehr schöne Gespräch über die Grenzen und die Möglichkeiten beim Einkaufen. Hier gibt es neben dem Podcast noch mehr Infos &#8211; zu uns, der Stillen Stunden auf stille-stunde.com, &#8211; dem breiten Angebot an Beratung, Gründung von Selbsthilfegruppen und relevanten Adressen von ADHS &#38; Autismus Bundesverband e.V. &#8211; Testempfehlungen von z.B.&#8230;]]></description>
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<p><a></a>Vielen Dank lieber Martin Drohsel für die Einladung und das sehr schöne Gespräch über die Grenzen und die Möglichkeiten beim Einkaufen. <img decoding="async" height="16" width="16" alt="&#x1f49a;" src="https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/t94/1/16/1f49a.png"></p>



<p>Hier gibt es neben dem Podcast noch mehr Infos</p>



<p>&#8211; zu uns, der Stillen Stunden auf <a href="https://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fstille-stunde.com%2F%3Ffbclid%3DIwZXh0bgNhZW0CMTAAAR4DsPW4l3bQ0Im70Nws740gjqYLYfHxi_-uJbA2RxvGOjz929CxO15mRW8iwA_aem_3ixQrFiSeQVTeAYQXC5Lvg&amp;h=AT3tkh2HCdK5RMvH4hE1qJM0zYoqmuT_6VoIcxp3ziv372B1GuvMElYMnZAFwrPq64uUueKZY51zDPRvv4wAJ10-LOc-JV8U5EGy4cIRFq6k12MTTxCaXFzEzjfjvivGwZyVDWsAixCL4Q&amp;__tn__=-UK-R&amp;c[0]=AT3GzebIQvEYdAxGFqmyV90_3de5nSkAxpvnwJVM1lCdEv0_Hh6xixrC7fXzCW4h_wy-wSCTgUsk6zfjBSac1-ccjhIhJsVeE-I2TGU4DH7qcQpSRBJCGkT1E_qylS2C2c_PCR_v0y3WPWvGMmOBPY2vJtqgExI8yDFxYnZQiy8sftKGSpltecltmI-34C7Vj0jVEZBC3NF5Q_m12U9VoAZ5" rel="noreferrer noopener" target="_blank">stille-stunde.com</a>,</p>



<p>&#8211; dem breiten Angebot an Beratung, Gründung von Selbsthilfegruppen und relevanten Adressen von <a href="https://www.facebook.com/adhsautismus?__cft__[0]=AZWrzZ6r_CZCIk3bQEeoipS1EjR3AtR751hjVWo6jtL073K9bpg-meH5bdCjInBg8j-YWYOOVGkLKlGV_Bp4edyLI8kAxNFh7Yt7ObyYF77U76jymBISSRYgnmsqXzHUUkGddTfFBU4YiCxHzm-9xp3ccvsBd5YUifsCO1IqB2tOwh3SMRl9QCG6kbeZqR4zDTM&amp;__tn__=-]K-R">ADHS &amp; Autismus Bundesverband e.V.</a></p>



<p>&#8211; Testempfehlungen von z.B. von <a href="https://www.facebook.com/autismusverstehen?__cft__[0]=AZWrzZ6r_CZCIk3bQEeoipS1EjR3AtR751hjVWo6jtL073K9bpg-meH5bdCjInBg8j-YWYOOVGkLKlGV_Bp4edyLI8kAxNFh7Yt7ObyYF77U76jymBISSRYgnmsqXzHUUkGddTfFBU4YiCxHzm-9xp3ccvsBd5YUifsCO1IqB2tOwh3SMRl9QCG6kbeZqR4zDTM&amp;__tn__=-]K-R">Autismus verstehen e.V.</a> , <a href="https://www.facebook.com/autismuskultur?__cft__[0]=AZWrzZ6r_CZCIk3bQEeoipS1EjR3AtR751hjVWo6jtL073K9bpg-meH5bdCjInBg8j-YWYOOVGkLKlGV_Bp4edyLI8kAxNFh7Yt7ObyYF77U76jymBISSRYgnmsqXzHUUkGddTfFBU4YiCxHzm-9xp3ccvsBd5YUifsCO1IqB2tOwh3SMRl9QCG6kbeZqR4zDTM&amp;__tn__=-]K-R">Autismus-Kultur</a> und <a href="https://www.facebook.com/zensitively?__cft__[0]=AZWrzZ6r_CZCIk3bQEeoipS1EjR3AtR751hjVWo6jtL073K9bpg-meH5bdCjInBg8j-YWYOOVGkLKlGV_Bp4edyLI8kAxNFh7Yt7ObyYF77U76jymBISSRYgnmsqXzHUUkGddTfFBU4YiCxHzm-9xp3ccvsBd5YUifsCO1IqB2tOwh3SMRl9QCG6kbeZqR4zDTM&amp;__tn__=-]K-R">Zensitively</a></p>



<p><strong>Und zwar HIER</strong>:</p>



<p><a href="https://steady.page/de/radikal-reduziert/posts/115b738b-1e1c-4bd6-933b-09c0315d1a6d" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://steady.page/de/radikal-reduziert/posts/115b738b-1e1c-4bd6-933b-09c0315d1a6d</a></p>



<p>Übrigens – auch wenn es im Podcast natürlich nicht so drastisch klingt:</p>



<p>Der Supermarkt ist für viele von uns ein zentraler Ort. Nicht, weil Einkaufen besonders spannend wäre, sondern weil hier die alltägliche Überforderung spürbar wird wie kaum anderswo. Genau deshalb ist der Handel für uns Sprachrohr, Multiplikator und ein Schlüssel zur Barrierefreiheit – insbesondere für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen.</p>



<p>Doch es geht um weit mehr. Die ständige Reizüberflutung und damit verbundene Ausgrenzung treffen nicht nur punktuell – sie ziehen sich durchs ganze Leben. Die „Stille Stunde“ ist dabei kein symbolisches Licht-Ausmachen.</p>



<p>Es geht im Kern um Su*iz*idprävention.</p>



<p>So wichtig ist das.</p>



<p>Also nie, einfach nie in einen Supermarkt gehen, ohne zu fragen, warum man nicht bei der Stillen Stunde mitmacht. Angebot und Nachfrage &#8211; ganz radikal und am besten nicht reduziert. <img decoding="async" height="16" width="16" alt="&#x2764;" src="https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/t6c/1/16/2764.png"><img loading="lazy" decoding="async" height="16" width="16" alt="&#x1f9e1;" src="https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/tfd/1/16/1f9e1.png"><img loading="lazy" decoding="async" height="16" width="16" alt="&#x1f49c;" src="https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/t96/1/16/1f49c.png"><img decoding="async" height="16" width="16" alt="&#x1f49a;" src="https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/t94/1/16/1f49a.png"> Oder Euren Laden der Wahl auch gern verlinken.</p>
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		<title>Adele, Regen und Romantik – neurodivergent auf Konzertreise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 11:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Das sind mein Göttergatte Andreas und ich – auf dem Adele-Konzert. Wir glauben, dass wir eine der glücklichsten Ehen führen, die wir kennen. Das liegt vor allem daran, dass Andreas wirklich gut glücklich sein kann – und dieses Glück auch zelebriert. Für mich war das ein Weg, den ich erst lernen musste: Dass jemand bleibt, auch wenn es unschön ist.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das sind mein Göttergatte Andreas und ich – auf dem Adele-Konzert. Wir glauben, dass wir eine der glücklichsten Ehen führen, die wir kennen. Das liegt vor allem daran, dass Andreas wirklich gut glücklich sein kann – und dieses Glück auch zelebriert.</p>



<p>Für mich war das ein Weg, den ich erst lernen musste: Dass jemand bleibt, auch wenn es unschön ist. Dass niemand da sitzt und mir ständig sagt, was ich falsch mache. Dass ich nicht “funktionieren” muss, um geliebt zu werden. Und gleichzeitig: Dass ich jemanden habe, dem ich den Weg zeigen kann, der sich motivieren lässt, sich entwickelt – und bei dem ich nicht immer nur die Last bin, sondern die Richtung geben darf.</p>



<p>Was uns wirklich ausmacht? Unser Humor. Dass wir uns auch nach 15 Jahren noch auf ein Date zu zweit freuen. Auf dem Bild seht ihr uns – klatschnass vom Regen – aber mit unvergesslichen Momenten im Herzen.</p>



<p>⸻</p>



<p>Adele &#8211; im Ausnahmezustand</p>



<p>Andreas hat mich nach 30 Jahren dazu gebracht, wieder Konzerte zu besuchen. Natürlich war ich erst einmal komplett überfordert. Wir waren gut vorbereitet – alles durchgeplant – aber: Menschenmassen. Geräusche. Bewegung. Reize. Auf der Toilette war ich plötzlich nonverbal. Eine junge Transfrau traute sich nicht auf die Damentoilette. Ich wollte helfen – aber es ging nicht. Kein Zugriff auf Sprache. Ich war wütend auf mich selbst, weil ich wusste, was richtig gewesen wäre – aber es einfach nicht ging.</p>



<p>Andreas wollte mich beruhigen. &#8222;100.000 Menschen &#8211; Du findest sie nicht. Ihr geht es gut. Sie hatte einen freund dabei. konzentriere Dich auf das, was. ist.“</p>



<p>Ich konnte mich nicht auf das, was ist konzentrieren. Nur auf die Lady. &#8211; Scan. Scan. Scan. und dann „Da ist sie!“ Ich konnte mich entschuldigen. Und dann, erst dann war ich bereit für Adele.</p>



<p>Wir haben keine Fotos vom Konzert. Es war zu schön zum fotografieren. Es hat geregnet. Adele war klatschnass. Wir waren klatschnass. Und bei “Set Fire to the Rain” standen wir heulend, Hand in Hand, im strömenden Regen. Ich. heulend &#8211; ohne Meltdown.? Das passiert nicht oft/nicht. Sensible Momente sind zählbar bei mir. Aber jeder Kitschfilm mit Meg Ryan wirkt wie ein müder Trailer gegen diesen Moment.</p>



<p>Es war Magie oder erinnerungswürdig, wie ich sagen würde.</p>



<p>Realität danach? Natürlich.</p>



<p>Die Heimfahrt war der Preis: 20 Panikattacken. Puls von 200</p>



<p>Trotz gute Planung der Veranstalter. Aber: Der Moment bleibt größer. Schöner. Kraftvoller.</p>



<p>Ich verlasse nicht oft das Haus. Menschen sagen, &#8222;Ah du machst so viel!&#8220; Und ich kann dann nur sagen, dass ich nur genau das mache, was man online sieht. Das ist mein Leben außer Haus. Mein Leben findet zu 85% online statt. Im Bett. Ich mag es so. Alles außerhalb muss wichtig sein. Themen oder Menschen, die so wichtig sind, dass ich dafür das Haus verlasse.</p>



<p>Wenn ich rausgehe, dann nur mit Tavor, Schmerzmitteln – und immer mit Begleitung, und meist mit klarem Ziel, naja, und das findet man dann auch online. Dazwischen gibt es nicht viel. Ein bisschen wie beim Film @Wochenendrebellen.</p>



<p>Neurodivergent gefragt:</p>



<p>Was bringt euch im Freizeitbereich an eure Grenzen oder wo geht ihr gern über diese Grenze?</p>



<p>Was hilft euch, solche Ausnahmesituationen trotzdem möglich zu machen?</p>



<p>Was sind eure unvergesslichen Momente – trotz allem?</p>



<p>Ich freue mich auf eure Gedanken.</p>
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